Weinbergsfahrten: Worauf Sie bei der Auswahl unbedingt achten sollten

Weinbergsfahrten: Worauf Sie bei der Auswahl unbedingt achten sollten

Eine Weinbergsfahrt, auch Funzelfahrt genannt, ist etwas Schönes. Doch schauen Sie nicht nur auf den Preis, sondern denken Sie auch an Ihre Sicherheit und andere wichtige Aspekte!

Wenn die Idylle plötzlich kippt

Die Sonne steht tief über den Weinbergen, das Glas mit Wein in Ihrer Hand glitzert, die Stimmung ist entspannt. Doch dann holpert der Wagen so stark, dass Sie sich festhalten müssen. Der Fahrer lacht. Aber Sie fragen sich plötzlich: Ist dieser Traktor überhaupt für so viele Personen zugelassen? Hat der TÜV das wackelige Gestell abgenommen? Wer haftet, wenn hier etwas passiert?

Das sind alles sehr gute und berechtigte Fragen. Denn nicht jede Weinbergsfahrt ist “legal”. Und nicht jeder Anbieter hat Ihre Sicherheit im Blick. Daher sollten Sie bei der Auswahl und Buchung Ihrer nächsten Funzelfahrt nicht nur den Preis im Blick haben.

Warum eine Weinbergsfahrt gefährlich werden kann

Die Fahrten durch die Weinberge mit einem Traktor und einem Anhänger, worin die Teilnehmer sitzen können, sind eigentlich Weinkultur zum Anfassen. Viele Winzer fahren Ihre Gäste nicht nur durch die Weinberge, sondern erzählen von ihrer Arbeit, erklären Weinbau-Hintergründe und haben geschichtliche Hintergründe zur Region parat. Und auch so manch Privates wird ausgetauscht. Kurz: Eine Funzelfahrt trägt zur Brauchtumspflege bei.

Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten. Immer mehr Gäste sehen die Fahrten als “Party-Tour” für den schnellen Alkoholkonsum an. Und immer mehr Anbieter nutzen das für den leicht verdienten Euro. Dazu werden Genehmigungen umgangen, Sicherheitsvorkehrungen ignoriert und Versicherungen “vergessen”. Das, was zählt, ist: Massenabfertigung und der rollende Rubel.

Das sind die Risiken und Nachteile

Viele denken: Was soll schon passieren? Ist doch nur eine gemütliche Fahrt durch die Weinberge. Doch die Realität sieht anders aus!

Traktoren sind keine Busse
Nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) ist die gewerbliche Beförderung von Personen mit Traktoren grundsätzlich verboten. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Fahrt als traditioneller Brauch anerkannt ist – etwa durch ein Brauchtumsgutachten der Gemeinde. Ohne dieses Gutachten ist die Fahrt illegal.

Ohne Versicherung gibt’s keine Haftung
Falls der Traktor oder der Anhänger umkippt und jemand verletzt wird, springt ohne Versicherung keine Police ein. Im schlimmsten Fall bleiben die Gäste auf den Kosten und Schadensersatzforderungen sitzen.

Billig kann nur billig sein
Angebote für 15 oder 20 Euro pro Person klingen verlockend. Doch bei solchen Schnäppchenpreisen muss irgendwo gespart werden. Zum einen an den nötigen Lizenzen und Sicherheitsvorkehrungen, andererseits an der Qualität der Weinbergsfahrt. 

Woran Sie seriöse Weinbergsfahrten erkennen

Sie wollen keine bösen Überraschungen? Dann achten Sie vor der Buchung einer Funzelfahrt auf diese Punkte:

Genehmigungen
Ein seriöser Anbieter kann Ihnen jederzeit das Brauchtumsgutachten und die Ausnahmegenehmigung nach PBefG vorlegen. Wenn Sie nach diesen Papieren fragen und nur ein Schulterzucken erhalten, sollten Sie stutzig werden. 

Versicherungen
Fragen Sie nicht nur nach den Genehmigungen, sondern auch nach den Versicherungen! Eine, die extrem wichtig ist: die Haftpflichtversicherung für die Personenbeförderung. Dadurch werden mögliche Schäden bei Ihnen abgedeckt.

Fahrzeugzustand
Seriöse Anbieter fahren mit TÜV-geprüften Traktoren und Planwagen. Diese haben unter anderem stabile Sitzbänke und Überrollbügel. Wenn der Wagen rostig aussieht, die Bremsen quietschen oder die Sitzplätze wackeln, ist das kein rustikaler Charme, sondern ein Sicherheitsrisiko!

Erfahrung
Ein guter Fahrer ist nicht der Nachbar, der mal schnell einspringt, sondern jemand mit Führerschein und Erfahrung. Fragen Sie zum Beispiel vorab: „Wer fährt uns? Fährt uns der Winzer selbst?“

Abwechslung
Eine Funzelfahrt sollte eigentlich nicht nur aus der Fahrt bestehen. Gute Anbieter legen zwischendurch Pausen ein. Pausen, in denen Sie entspannen oder ein paar Schritte durch die Weinberge des Winzers gehen können – beispielsweise um als Rebstock-Pate „Ihren“ Weinstock zu besuchen.

Bewertungen
Schauen Sie sich Google-Bewertungen, TripAdvisor-Rezensionen oder Facebook-Kommentare an. Echte Erfahrungen von Gästen sind Gold wert. Achtung: Wenn es nur 5-Sterne-Bewertungen ohne Text gibt, könnten diese gekauft oder gefälscht sein!

Kontaktaufnahme
Rufen Sie vor der Buchung bei dem Anbieter an und stellen Sie ein paar Fragen. Echte Winzer erzählen Ihnen gerne von ihrer Leidenschaft für Wein und Region. Wenn Sie nur ausweichende Antworten bekommen, ist das ein schlechtes Zeichen.

Fazit

Eine Weinbergsfahrt sollte ein wunderbares, sicheres und legales Erlebnis sein, keine billige Attraktion! Sie muss die Gelegenheit bieten, die Landschaft entspannt zu genießen und Geschichten aus erster Hand zu hören. Doch all dies gelingt nur, wenn alles sicher, legal und gut organisiert ist.

Daher setzen wir vom Weingut Volker Barth schon immer auf hochwertige Funzelfahrten, bei denen alles mit rechten Dingen zugeht. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Weinbergsfahrt-Seite mit aktuellen Angeboten.

 

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